All die Versuchung
all die warm und süß duftende die auf heißem Feuer zischend köstlich bratenden Genüsse all die Wärme die von innen glimmt all die kühle die so frisch da in mir rinnt diese funkelnden blitzenden Lichter mit Geschichten voll der Ferne voll Abenteuer Stärke Mut An Orten fern wie Sterne die Entspannung im sich geben im vergessen des Moments Das loslassen all der Zwänge in diesem Rausch der so enthemmt Diese Freiheit ohne Reue Das aufgeben all der Lasten dieser Tausch von Frust und Schmerz und Einsamkeit gegen wohlig lüstern warm Genüsse gegen all der Schönheit Köstlichkeiten die so einfach sich uns erbieten die auf uns warten in all dem Überfluss so leicht und glitzernd verführerisch verhüllt in tausende versprechen von Frieden Glück und Seligkeit der Einfachheit des Lebens im ewigen exzess doch erinnerst du dich weißt du noch wie es war? Diese Momente des Erwachens des verblassens, der Ernüchterung der abgesang des Rausches wenn die kalten Hände sich in dir wieder strecken wieder langsam greifen und mit frostigen Fingern über die Wände deiner Seele streichen wenn die leere wieder wächst und in stillem Rauschen ihren Nebel wirft der kühl und hart und trocken das funkeln deiner Augen trinkt dein Lachen in sich saugt und deinen freien Atem drückt wenn dieses Meer an Einsamkeit seine tosend wilden Wellen über deinem Herz zum Einsturz bringt weißt du noch? Ich fliehe wie du und fliege mit den vögeln des Rausches durch all die rosa Wolken durch die Regenbögen aus Lust und Gier durch offne Fenster all der Schlösser Dieser luftgebilde meines Wahns sinke dann hinab in diese See aus Schmerz und Trauer um mit bittrem Mund voll Schlamm und Schlacke aus eiternd alten Wunden aufzutauchen und zu atmen was ich bin und was ich war
g.r.KölnSchmerz