Das herz der sonne
die erkenntnis zieht durch den grund wie die ahnung eines ersten frostes ein blinkend kalter sonnenstrahl das erwachende erinnern an den winter in seiner strahlenden eisigen klarheit in dem sich bar der alltagshitze die extremen, harten formen der wahrheit zeigen die schleier dunstig warmer emotionen das rauschen enttäuschter liebe verstummen und den blick frei machen auf die kalte in ihrer wahrheit eisig schneidenden brocken eben dieser erkenntnis die wir gewonnen und langsam dünkt uns dass all die kälte, all das frieren und der frost nichts als unsere ängste sind dass die wahrheit hitze schenkt sie wie eine sonne brennt in der wir nackt und ungeschützt den sengenden augen der ehrlichkeit schutzlos dargeboten ausgeliefert darben wie in einer wüste deren sandkörner all die momente unzähl’ger leben sind in denen wir wahr und offen waren die lüge, der trug, die hoffnung, der traum scheint unser quell, war unser wasser und wir scheinen zu verdursten zu ersticken, an dieser wahren hitze zu direkt, zu nah und zu viel echtes zu viel gefühl, zu viel körper zu hell das licht in dem wir erkennen das was ist und wer wir sind zu wenig geist und gar kein glaube wissen ist das was wir hier finden und jetzt brennt die angst wie kaltes feuer doch die kälte sie erlöst uns nicht erst wenn die angst zu unsrem leuchtturm wird uns den pfad weist in uns selbst ist der schritt ins feuer ins herz der sonne der weg der uns befreit
g.r.KölnSpirits