gabriel riquelme
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Ich hab sehnsucht nach frieden

nach anfang und ende
nach heute - jetzt
dem abschied von gestern und morgen

den klängen des werdens
dem rauschen des seins
diesem ewig mahlstrom der veränderung
dessen gesang nichts und alles in sich trägt

das leise mäandernde plätschern
von regen, bach und fluss
diese ewige iteration
von ruhe ohne stille

wie der schrei des windes
sein schnaufen und pusten
sein hallen in die unendlichkeit
In diese weite ohne worte

dem sein um zu werden
das werden um zu haben
dieses haben um zu geben
das geben um zu sein

dem hallen der wälder
dieses rauschen, krachen, knacken
das uns stolz und voll würde
als choral der pflanzen entgegen tritt

das ewig während schweigen der berge
die wachsen und vergehen ohne zeit
die in stille ruhen ohne fragen
deren tränen als lawinen sich ergießen
brüllend tosend als der tod aus stein und eis

so sehn ich mich nach diesem frieden
voller leben voller tod
nach der ruhe dieser kraft
die uns allen innewohnt
g.r.KölnGesellschaft