gabriel riquelme
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Ich hör die leute reden

und frag mich was sie sagen

Sie reden voller freude
voller sehnsucht glänzend augen
vom süden und dem osten
von asien, südamerika
arabien und afrika
exotischen ländern
von palmen und wüsten
stränden, wilden tieren
kulturellem reichtum
von musik und tanz
vom essen und der menschlichkeit

Sie reden voller mitgefühl
voll hilfsbegierig glänzend augen
von armut, elend, krieg und hunger
sich fragend wie denn helfen
wenn die eliten dort
korrupt und gierig
sich alles greifen was sie brächten
all die armut und gewalt
machtmissbrauch und despotismus
jeden wunschtraum westlich freiheit
im keim schon zu ersticken drohten

und ich hör die leute reden
und frag mich was sie sagen

Sie reden scheinbar ahnungslos
Ihrer ahnen glänzend augen
Denen der geschmack des goldes
Die seele dunkel färbte
Denen blut als wasser galt
Ihren durst zu stillen
nach macht und ruhm und ewigkeit
deren waffen, verträge, süße worte
millionen ketten, tod und krankheit brachten
und bis heut den grundstein schufen
für so viel leid in dieser welt

Sie reden ihrer selbst nicht wahr
Mit von lügen glänzend augen
Spricht doch keiner wahrheit mehr
Trennt man kopf und körper
Um die geschicht vom leid zu schweigen
Würd sie doch so brennen
In all den herzen all den köpfen
Derer die sie wirklich kennen
Und schon in all den kindergärten
Schulen, Universitäten,
all den Medien dieser weißen welt
wird stets geschwiegen
schuld verschoben
und umgedreht der blutig spieß
so macht sich der henker selbst zum opfer
zum retter der von ihm missbrauchten
um in dieser knechtschaft voller glitzer
die gierigsten zu krönen
in ornat aus blech und blei
g.r.KölnGesellschaft