gabriel riquelme
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Jeden Tag siehst du die Welt

jeden Tag siehst du Welten
um dich herum voll leben
alles voller Menschen
alles in Bewegung,
so wenig echte stille

siehst Häuser und Geschäfte
Straßen voller Autos
bahnen, Busse, Züge
überall ist alles voll
Energie und Bewegung
voll Stress und Hektik

Lampen, Lichter leuchten
in neon und xenon
Grell und blitzend
Grün gelb rot
flackernd bewerben sie
in schnellen Wechsel
All die Dinge dieser Welt
die niemand schuf der wusste
was er wirklich tat
Die niemand schuf der wusste
was schaffen wirklich war

und so siehst du diese Welt
Voll der Reize und der Taubheit
voll der vielen so gemeinsam
in Bars und Clubs
in riesengroßen Stadien
zusammen singen feiern tanzen
so viele so gemeinsam
am Ende doch so einsam

und wenn du raus gehst
in die Natur den Wald
den Ozean die Berge
Die Steppe in die Wüste
in die Welt an die Orte
die der Mensch noch leben lässt

Sind auch da Millionen wesen
denn auch da ist alles voller Leben
sei der Eindruck noch so karg
leere Flächen voller Sand
wilde wogende Wellen kahles Wasser
Berge hart und karg
in den dunklen tiefen Schluchten
das Leben es ist überall
in all den unsichtbaren Landschaften
die dein Auge nicht erkennt
ist alles voller Leben

merke was du nicht siehst
mag trotzdem sein
denn Wissen ist keine Gewissheit
schon immer haben wir gelernt,
was wir nicht wussten
war schon lange vor uns da

und auch vor deinem Bewusstsein
warst du schon in dieser Welt
denn wir sind nicht nur im außen
wir leben auch im innen
in diesen Welten deren Form
deren Stofflichkeit so selten ist
die wir mehr fühlen als erkennen
die heute kaum ein Mensch
bewusst zu schauen wagt

diese Felder sind so weit und ewig
die Berge dort unendlich hoch
das Meer es hat kein Ende
und doch
ist auch dort Grund und Boden
lebt die Erde auch in dir

Du bist Wasser Wind und Feuer
nicht nur Geist und Fleisch
All die dunklen Ungeheuer
Dämonen teufel all die Höllen
sie leben tief dort drin
und die Götter und ihr Wirken
sie stellen sich zur Wehr

einzig unser Wissen ist es
was uns führt auf diesen Pfaden
um uns selbst und unser Herz
unser Mut uns selbst zu suchen
zu durchschreiten jenes Tor
das uns führt in die dunkelsten Gezeiten
in das jenseits im Innern tief
das Dunkel mutig zu durchschreiten
und uns selbst als das dann zu begreifen
was da in uns verborgen liegt

dies mein Freund sind die Gefilde
die Landschaft deiner Seele
unsichtbar und weit
oft verborgen hinter nichts als Angst
dort wohnst du selbst
und alles, was du bist
dunkel zwar noch unbekannt
doch so unendlich schön und reich
g.r.KölnGesellschaft