Mich drängt so brennend diese frage
was sind das nur für helden die uns malen ihre bilder vom erfolg denen jeder text und jedes lied ein inbild ihrer schönheit scheint die spiegeln uns als täglich zeugnis die brüllend antwort ihrer ängste so klinisch ästhetisch grell und bunt die statt die welt zu tragen auf schultern schmal und zart oder händen kraftvoll breit und hart uns senden ihre immergleichen träume bitter, einsam, schal und leer die ewigselben sagen die nimmerneue mär von luxus ruhm und reichtum was für worte sprechen helden zu diesem leben was wir leben welche fragen werfen sie auf uns? sind sie wie pflastersteine die in uns schlagen unsere wahrheiten in trümmer legen als aus lügen gegossne scheiben oder ins rosengewand gekleidete skalpelle die eisern nüchtern kalt oder voll warmer liebe sezieren und zerpflücken was wir glauben und was wir wünschen das wie veilchen sie knospen wie kirschen sie duftend blühen in unser offen klaffend brust aus diesem blutig pochend herz leuchtend lebend sprießen die erkenntnisse all der wahrheit dies wissen um schmerz und macht liebe trauer mut und kraft waren nicht die helden die die unser feuer trugen die den tod besangen als aufruf freund gefährte in diesem kampf den wir so fürchten? waren nicht die helden all die frauen die nie zagten uns täglich nährten wuschen trugen ohne bühne ohne licht in den schatten jedes tages unter der einsamkeit gewicht waren nicht die helden all die menschen die schrieben, sangen, tanzten im angesicht der fratze der nackten visage dieses dämons der uns führt und der uns knechtet träumend wachend jeden tag weinend lachend ungefragt die obwohl sie wohl wussten dass sie wohl bald schon brannten das feuer ihrer liebe trugen als helle fackel in die welt die singend weinend ruhten vor den knechten dieser höllen den polizisten den soldaten den tauben vasallen der kultur zu schützen und zu retten sich, die kinder, unsre mutter den tod der arten, der natur doch wo sind die lieder dieser helden hin wo ihre banner ihre flaggen wo die bilder statuen ihrer ehren nichtmal der wind raunt ihre namen noch trägt er ihren mut wie sand als staub auf all die zungen derer die uns diese welt verkaufen sollten sie’s doch sein die am firmament als konstellationen nur aus liebe sternzeichen voll kraft und größe strahlen als symbole für uns alle doch das tun sie nicht dort oben hängen lichter die so oft ihr leuchten sich erschlichen im namen der glänzend weißen macht brandschatzend reitend durch kulturen und die brennen wild entzündet als fackeln aus leere nur aus gier zu zieren diesen himmel als gestirne kalt und fern was ist heldenhaft am sternen leben einsam kalt und weit entfernt so viel sagend doch so still feiern wir sie fast göttlich in ihrer pracht als ikonen, helden, stars als sterne so wunderschön gemacht niemals menschlich immer ferne wie sie strahlen und wie sie leuchten aus displays boxen screens schlagen sie als grell kometen in herz und hirn der menschen was sind das nur für helden deren kämpfe deren leben allen so viel gelten deren scheinbar einzig streben ist einfluss ruhm und reichtum und alle wollens gleichtun streben nach dieser blinkend welt die so leuchtet schillernd grell wir malen uns gesichter und formen unsre körper gestalten all das leben nach den mythen dieser hohlen götzen zu erreichen was nie sättigt was nie bringt frieden liebe glück nur das strahlen äußrer zeichen die gaukeln säuseln flüstern als trügerisches spiegelbild scheinbar beständigkeit zurück sie singen nur sich selbst Ihre bilder sind so einsam ihre liebe ist so ewig dass sie andre menschen nie erreicht so selten hörte ich die süßen klänge der liebe für die vielen vom wissen und der lehre von diesem universum in uns selbst dem trieb dem ruf des widerstands unser aller gold der solidarität diesem hochzeitskleid der einheit unsrer krone unsrem mitgefühl im gewand der eignen worte den ruf nach kraft nach macht für all die ungeliebten orte all die die sich nicht vergleichen für all die die hunger leiden täglich bitter kämpfen sich verkaufen ohne zeugnis deren blut aus herz und körper sich verfestigt sich verformt zu all den sündhaft teuren dingen die die weiße macht so sehnt mit der sie all die löcher stopft die das trennen unsrer wurzel riss mit der sie uns die augen wischt uns blind und taub und hörig macht für die gesänge all der helden all der sterne all der stars deren ruhm nur aus der leere lebt die in unsren herzen brennt und tobt
g.r.KölnGesellschaft