Durch das Tor
Das Leben bringt uns in Situationen, in denen wir uns entscheiden müssen – zwischen Glück und dem weitermachen wie bisher. Doch mit dem Glück kommt auch all das, was bisher dazwischen stand. Es zeigt sich unsere großartige Kunst: all die Schmerzen und die Ängste wie ein meisterhafter Tänzer fliegend zu umwinden. als ein tanzender Schmetterling in den Winden der Vermeidung Aber das Glück, sagt man, liegt auf der anderen Seite. Dieser Himmel voller Geigen, das Leben in Meeren voll der Rosenblüten. So fühlt er sich an – der Wunsch vom Glück. Und dann kommt der Moment, in dem du dich entscheidest, und du trittst durch das Tor – diese Tür in deinem Herz, die du so lang verschlossen hieltst mit nichts als deinen Wünschen nach Frieden und Geborgenheit und der Angst, dass alles anders wird. Ist es auch schmerzhaft im Jetzt, so weh es auch tut das was uns quält ist doch so warm. Dieses Bekannte, das Wissen um das was kommen wird, was leiden hier bedeutet, strahlt so behaglich. Und so richten wir uns ein in der Geschichte: Unser Leben ist was es ist so war’s – so soll’s sein. und dann kommt der Moment indem du dich selber siehst wer du bist und wer du warst und du weißt - da ist noch mehr und die Tür, sie ist längst offen. Alles, was du brauchst, ist längst schon da. Nimm den Faden, folge ihm in dieses Leben voller Angst. Aber mit der Angst, da kommt das Wundern – all der Zauber, all die Dinge, die wir so noch gar nicht kannten. Da kommt das Alte völlig neu, als plötzlich aufgebrochne Muster und nicht zuletzt als inneres Leuchten – ein Strahlen voller Mut. So kommen wir ins neue Leben. Kommst du selbst, kleinen Schrittes, zu dir zurück und siehst dich selbst: verwundet und geschnitten, mit wild zersaustem Fell. Aber zögre nicht und gehe weiter. Der Anfang ist gemacht – dein Schritt durch diese Pforte, in der dein Dämon voll erwacht und du trotzdem ihm mutig trotzest. Das war dein Anfang und ein Ende – ein Neubeginn vielleicht, in dem das, was in dir verborgen lag, nun wächst – erst leise, dann so reich. Doch nimm dir, auch in all dem Neuen, Zeit, zu heilen, was einst war. Lass nicht liegen wer du warst auch das ist noch in dir Vergib dir und deinem Herzen verzeih dem Schmerz ohne vergessen So mag aus einst kranken ranken Nun ein humus kraftvoll wachsen In dem deine Wurzeln sich nun strecken In tiefem Wissen um sich selbst Ehre dich - dein ganzes Leben Wer du warst - Wer du nun bist Und magst du’s nicht wissen umso besser strahle einfach weiter dein helles grenzenloses Licht
g.r.KölnSpirits