gabriel riquelme
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Durch das Tor

Das Leben bringt uns in Situationen,
in denen wir uns entscheiden müssen –
zwischen Glück
und dem weitermachen wie bisher.

Doch mit dem Glück
kommt auch all das,
was bisher dazwischen stand.

Es zeigt sich unsere großartige Kunst:
all die Schmerzen und die Ängste
wie ein meisterhafter Tänzer
fliegend zu umwinden.
als ein tanzender Schmetterling
in den Winden der Vermeidung

Aber das Glück, sagt man,
liegt auf der anderen Seite.
Dieser Himmel voller Geigen,
das Leben in Meeren voll der Rosenblüten.

So fühlt er sich an –
der Wunsch vom Glück.

Und dann kommt der Moment,
in dem du dich entscheidest,
und du trittst durch das Tor –

diese Tür in deinem Herz,
die du so lang verschlossen hieltst
mit nichts als deinen Wünschen
nach Frieden und Geborgenheit
und der Angst,
dass alles anders wird.

Ist es auch schmerzhaft im Jetzt,
so weh es auch tut
das was uns quält
ist doch so warm.

Dieses Bekannte,
das Wissen um das was kommen wird,
was leiden hier bedeutet,
strahlt so behaglich.

Und so richten wir uns ein
in der Geschichte:
Unser Leben ist was es ist
so war’s – so soll’s sein.

und dann kommt der Moment
indem du dich selber siehst
wer du bist und wer du warst
und du weißt - da ist noch mehr

und die Tür,
sie ist längst offen.
Alles, was du brauchst,
ist längst schon da.

Nimm den Faden, folge ihm
in dieses Leben voller Angst.

Aber mit der Angst,
da kommt das Wundern –
all der Zauber, all die Dinge,
die wir so noch gar nicht kannten.

Da kommt das Alte völlig neu,
als plötzlich aufgebrochne Muster
und nicht zuletzt als inneres Leuchten –
ein Strahlen voller Mut.

So kommen wir ins neue Leben.
Kommst du selbst,
kleinen Schrittes,
zu dir zurück und siehst dich selbst:
verwundet und geschnitten,
mit wild zersaustem Fell.

Aber zögre nicht
und gehe weiter.

Der Anfang ist gemacht –
dein Schritt durch diese Pforte,
in der dein Dämon voll erwacht
und du trotzdem ihm mutig trotzest.

Das war dein Anfang
und ein Ende –
ein Neubeginn vielleicht,

in dem das,
was in dir verborgen lag,
nun wächst –
erst leise,
dann so reich.

Doch nimm dir,
auch in all dem Neuen,
Zeit, zu heilen,
was einst war.

Lass nicht liegen wer du warst
auch das ist noch in dir
Vergib dir und deinem Herzen
verzeih dem Schmerz ohne vergessen

So mag aus einst kranken ranken
Nun ein humus kraftvoll wachsen
In dem deine Wurzeln sich nun strecken
In tiefem Wissen um sich selbst

Ehre dich - dein ganzes Leben
Wer du warst - Wer du nun bist
Und magst du’s nicht wissen
umso besser
strahle einfach weiter
dein helles grenzenloses Licht
g.r.KölnSpirits