Ich spüre deine kälte
auf meiner haut da lässt sie sich nieder mit frostigem atem küsst sie mich wie raureif nistet sie in meinem haar umtost mich mit diesen winzigen kristallen gefrorenen lebens die du um mich türmst als dünen aus wasser und frost du verhüllst mich mit dieser decke aus nichts mit der elemente blütenweißem ruhekleid du bist so kalt und klar es nimmt mir den atem und so federleicht und weich dass es mich sprachlos macht all die schönheit die dein anstrich all den dingen gibt bettest sie in ruhe und sich selbst wie ein ruf zur einkehr klingt dein fanal der kälte dein leise rieselnd abgesang auf des lebens buntes treiben als zeigtest du dass auch das leben sich in stille übt und zwingst uns zu erkennen dass der schmerz uns unser herz nicht trübt solang wir uns schützen und uns pflegen und wir ihn nützen um zu leben dass leid oft zeit für einkehr ist dass der frost, das eis, der wind die kälte und die einsamkeit uns weisen diesen weg in die stille voller ruhe in den frieden in uns selbst dass die stürme die im außen toben zur ruhe kommen auch in uns dass das eis was uns von außen droht schmilzen mag in unsrem herz dass wir wärme spenden glut entfachen feuer machen tief im innern in uns drin und dort entdecken was verborgen liegt was da in uns schläft zu erwachen in geborgenheit wie ein kind im gülden morgenkleid erleuchtet durch den kerzenschein unsres strahlend herzens klar und rein
g.r.KölnSpirits