gabriel riquelme
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Ich spüre deine kälte

auf meiner haut
da lässt sie sich nieder
mit frostigem atem
küsst sie mich
wie raureif nistet sie in meinem haar

umtost mich mit
diesen winzigen kristallen gefrorenen lebens
die du um mich türmst
als dünen aus wasser und frost
du verhüllst mich
mit dieser decke aus nichts
mit der elemente blütenweißem ruhekleid

du bist so kalt und klar
es nimmt mir den atem
und so federleicht und weich
dass es mich sprachlos macht
all die schönheit
die dein anstrich all den dingen gibt
bettest sie in ruhe und sich selbst

wie ein ruf zur einkehr
klingt dein fanal der kälte
dein leise rieselnd abgesang
auf des lebens buntes treiben
als zeigtest du
dass auch das leben sich in stille übt

und zwingst uns zu erkennen
dass der schmerz uns unser herz nicht trübt
solang wir uns schützen und uns pflegen
und wir ihn nützen um zu leben
dass leid oft zeit für einkehr ist

dass der frost, das eis, der wind
die kälte und die einsamkeit
uns weisen diesen weg
in die stille voller ruhe
in den frieden in uns selbst
dass die stürme die im außen toben
zur ruhe kommen auch in uns
dass das eis was uns von außen droht
schmilzen mag in unsrem herz

dass wir wärme spenden
glut entfachen
feuer machen
tief im innern
in uns drin
und dort entdecken
was verborgen liegt
was da in uns schläft

zu erwachen in geborgenheit
wie ein kind im gülden morgenkleid
erleuchtet durch den kerzenschein
unsres strahlend herzens klar und rein
g.r.KölnSpirits