gabriel riquelme
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Wie du da stehst im nichts

kleine schwester fremder sterne
als königin des lichts
in deinem dunklen reich

zentrum allen lebens
ewig brennend, glühend rot
als quelle nur von wärme
in diesem all aus eis und tod

pulsierst und strahlst, das flüssig feuer
bist du heißer als das leben selbst
unfassbar groß, dich immer erneuernd
doch auch nur eine unter vielen

für uns in unserem kleinen kosmos
bist du alles, das was ist
du bist göttin, gott, ja alles leben
die quelle allen lichts

und

auch du bist eine nur von vielen
ein sandkorn im meer der universen
die kleine schwester in ihrem spielen
mit dem leben unserer erde

doch ist zwischen uns und dir
all deinen geschwistersternen
ist da nichts, ist alles leer
oder vielleicht ein lichtlos kahles meer

ein ozean der leere zwar
voll des eises, voll der kälte
doch auch mit spektren voller energien
reisend zwischen all den welten

ist so nicht auch die leere
die wir kalt und frostig wähnen
das kaum sichtbare gewebe
das alles trägt: die wärme und das leben

ist es nicht das leben selbst
was sich im großen spiegelt
dass alles stets verbunden ist
nichts ist einsam und versiegelt
g.r.KölnSpirits