gabriel riquelme
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In dieser Welt die uns trennt

In dieser Welt die uns trennt
Immerzu jeden Tag aufs neue
In der Trennung so natürlich scheint
In der wir scheinbar nur im Rausch vereint

Wo wir morgens unsre Kinder trennen
Dann uns selbst und unsre Träume
Wo alles was wir täglich brauchen
Ohne Konsum unmöglich ist

In der
Wir nichts mehr haben
alles was wir brauchen
jemand anderes besitzt

Wir alles kaufen
Jeden Tag
Essen, trinken, spielen
Den Platz zum schlafen
Bildung, Sicherheit, Gesundheit

In der
wir nicht mehr wissen
Was gut, gerecht, was Schönheit ist
Wie wir fühlen, denken, leben sollen
uns dies alles, unsren Alltag, unser Leben
andre erklären
die daran verdienen

Und dann
wenn wir leben wie sie sagen
ungesund essen, ängstlich lieben
in diesem grauen Kreislauf
voller Angst, voll Stress und sorgen
werden wir krank
werden süchtig
nach Zucker, Geld und Freiheit
nach Spiel, Konsum und Drogen
nach Ruhm und Sex und Schönheit
nach Fleisch und Fett und Alkohol
nach Kämpfen und Gewinnen
Selbst die liebe wird zur Sucht
zu einer besitzergreifenden Emotion
voller Anspruch und Bedürfnis

und dann
sind wir erst süchtig nach Erlösung
aus diesem grauen trott aus Nichtigkeit
dann schließen sie den kreis
In ihrem Ruf nach Schuld und Sühne
seien wir doch die Herren unsres Glücks
Uns fehle nur die Kraft
wir seien nur zu schwach
zum erreichen ihrer Ziele

in einem System in dem alles uns zur Droge wird
dient stets denselben unser leid
Die Sucht das ist ihr Netz
weil Klarheit stets Gefahr bleibt
Die Gier ist ihr Gesetz
Die Ordnung dieser Wahrheit
g.r.KölnGesellschaft