In dieser Welt die uns trennt
In dieser Welt die uns trennt Immerzu jeden Tag aufs neue In der Trennung so natürlich scheint In der wir scheinbar nur im Rausch vereint Wo wir morgens unsre Kinder trennen Dann uns selbst und unsre Träume Wo alles was wir täglich brauchen Ohne Konsum unmöglich ist In der Wir nichts mehr haben alles was wir brauchen jemand anderes besitzt Wir alles kaufen Jeden Tag Essen, trinken, spielen Den Platz zum schlafen Bildung, Sicherheit, Gesundheit In der wir nicht mehr wissen Was gut, gerecht, was Schönheit ist Wie wir fühlen, denken, leben sollen uns dies alles, unsren Alltag, unser Leben andre erklären die daran verdienen Und dann wenn wir leben wie sie sagen ungesund essen, ängstlich lieben in diesem grauen Kreislauf voller Angst, voll Stress und sorgen werden wir krank werden süchtig nach Zucker, Geld und Freiheit nach Spiel, Konsum und Drogen nach Ruhm und Sex und Schönheit nach Fleisch und Fett und Alkohol nach Kämpfen und Gewinnen Selbst die liebe wird zur Sucht zu einer besitzergreifenden Emotion voller Anspruch und Bedürfnis und dann sind wir erst süchtig nach Erlösung aus diesem grauen trott aus Nichtigkeit dann schließen sie den kreis In ihrem Ruf nach Schuld und Sühne seien wir doch die Herren unsres Glücks Uns fehle nur die Kraft wir seien nur zu schwach zum erreichen ihrer Ziele in einem System in dem alles uns zur Droge wird dient stets denselben unser leid Die Sucht das ist ihr Netz weil Klarheit stets Gefahr bleibt Die Gier ist ihr Gesetz Die Ordnung dieser Wahrheit
g.r.KölnGesellschaft