gabriel riquelme
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Wir tragen in uns so viel Bilder

Vom Reichtum und seinen Facetten
Vom schwelgen in geld und macht
Im fernsehen und Kino
Auf Netflix und all den Kanälen

Die uns ihre träume schenken
Visionen von Gesellschaft
Von leben im Überfluss
Von einer Schönheit und einer Welt
Die so gemacht perfekt erscheint

Das uns der preis für dieses
göttergleiche Leben im Überfluss
all die Armut, all das leid und elend
All die Zerstörung und der schmerz
Von Natur und Umwelt und uns selbst
Scheinbar doch verborgen bleibt

Denn auch wenn es uns umgibt
Wenn es in uns lebt und uns zermürbt
Diese ganzen glitzerbilder
die das draußen tief in unser innres tragen
Die ihre funkelnd farbig schillernd träume
Als unsre eignen in uns malen

Die diese tausend verlangen wecken
Nach dingen die wir selbst noch nie gesehen
Sachen die fast alle von uns so nie leben
weil uns das Geld die macht die farbe fehlt
Und doch leben sie in uns
Als unsre eigenen wünsche

Und wir laufen durchs leben
Diese Bilder im kopf und vor augen
Und sehen die Welt nicht
Sehen sie nicht - wie sie ist
denn wir sehen nur was wir wünschen
Was wir begehren wonach wir uns zehren

Wir sehen und fühlen
So viel Sachen, dinge, materielles
So viel Fleischeslust und gier
Zucker, sex und Alkohol
Drogen, rausch - konsum

Von toten dingen die als Status
uns von einer leere freien sollen
Die das fehlen dessen was wir nicht sehn
In unsrem innern hinterlässt

Und zu gleicher zeit da lebt im außen
Die Welt als Schlachthof weiter
Wird geplündert und gerodet
Die menschen martern Alles und sich selbst
Als Opfer für die götter
denen leben gar nichts zählt
g.r.KölnGesellschaft