Wir tragen in uns so viel Bilder
Vom Reichtum und seinen Facetten Vom schwelgen in geld und macht Im fernsehen und Kino Auf Netflix und all den Kanälen Die uns ihre träume schenken Visionen von Gesellschaft Von leben im Überfluss Von einer Schönheit und einer Welt Die so gemacht perfekt erscheint Das uns der preis für dieses göttergleiche Leben im Überfluss all die Armut, all das leid und elend All die Zerstörung und der schmerz Von Natur und Umwelt und uns selbst Scheinbar doch verborgen bleibt Denn auch wenn es uns umgibt Wenn es in uns lebt und uns zermürbt Diese ganzen glitzerbilder die das draußen tief in unser innres tragen Die ihre funkelnd farbig schillernd träume Als unsre eignen in uns malen Die diese tausend verlangen wecken Nach dingen die wir selbst noch nie gesehen Sachen die fast alle von uns so nie leben weil uns das Geld die macht die farbe fehlt Und doch leben sie in uns Als unsre eigenen wünsche Und wir laufen durchs leben Diese Bilder im kopf und vor augen Und sehen die Welt nicht Sehen sie nicht - wie sie ist denn wir sehen nur was wir wünschen Was wir begehren wonach wir uns zehren Wir sehen und fühlen So viel Sachen, dinge, materielles So viel Fleischeslust und gier Zucker, sex und Alkohol Drogen, rausch - konsum Von toten dingen die als Status uns von einer leere freien sollen Die das fehlen dessen was wir nicht sehn In unsrem innern hinterlässt Und zu gleicher zeit da lebt im außen Die Welt als Schlachthof weiter Wird geplündert und gerodet Die menschen martern Alles und sich selbst Als Opfer für die götter denen leben gar nichts zählt
g.r.KölnGesellschaft