gabriel riquelme
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Bezaubernd ermattet

Von den fensterstreben beschattet
(dein schweißbenässtes gesicht befächernd)
saßt du in der brütenden hitze dieser straßenbahn
du strahltest in der flirrenden luft wie ein bild im wahn
kaum zu erahnen durch diese schimmernden schleier
sah ich nur vage dieses feuer
das da in dir brannte
bis ich träumend versunken erkannte
du warst die quelle dieser glut
der grund dieser sengenden brut
aus dir drang diese hitze
fülltest jeden spalt und jede ritze

deine aus dir strahlende kraft
die um dich eine aura schafft
die dich fast unnahbar macht

doch ich möchte mich in deiner hitze baden
an deinem feuer, deinem glühen laben
mich versengen und verbrennen
bis wir uns dann als das erkennen
was wir in unserer liebe sind
jeder seiner triebe kind
voll leidenschaft und zärtlichkeit
voll leid und kraft und ehrlichkeit
g.r.KölnLiebe